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Etwas mehr über die Burschenschaft ERICA
Oberstes Organ einer farbentragenden
Verbindung ist die Mitgliederversammlung, der Konvent. In
jedem Semester werden vier Bundesbrüder gewählt, die sogenannten Chargen,
sie leiten und repräsentieren die Verbindung nach außen. Sie erstellen und gestalten das
Semesterprogramm mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen, wie beispielsweise
Fachvorträgen, Exkursionen, Kneipen, Parties etc.. Solche Kneipen sind typische Veranstaltungen im Semester,
bei denen
unsere Altherren und Gäste an einem geselligen Abend auf unserer Konstante
teilhaben.
Wie in einem Verein, hat auch unsere Burschenschaft eine Satzung, die interne
Angelegenheiten regelt.
Unsere Satzung regelt unter anderem die Wahl der Chargen, den Ablauf der Konvente und
die Rechte und Pflichten der einzelnen Mitglieder, aber auch die Ziele, Aufgaben und die
Aufnahmekriterien.
Mitglied wird man nach einer Art Probezeit, der sogenannten Fuxenzeit. In dieser Zeit werden die Füxe vom Fuxmajor in den Gepflogenheiten
des
farbenstudentischen Lebens, dem Comment,
ausgebildet .
Zwei Semester nach Abschluß des Studiums wird man in den Altherrenverband übernommen.
Der Altherrenverband unterstützt die aktiven Bundesbrüder durch Besuche, Mitarbeit
und ein "unter die Arme greifen", was z.B. die Gestaltung des Hauses anbetrifft.
Durch diese Unterstützung ist es uns möglich, die Mieten auf dem Erica
Haus gering zu
halten. Dieser Generationenvertrag, der Lebensbund, ist die Besonderheit und die Stärke der
Verbindung und wer einmal beigetreten ist, hat immer die Möglichkeit, auf dem Haus
einzukehren und den Kontakt mit jüngeren Studenten zu halten.
Natürlich gibt es auch Pflichten, die zu erfüllen sind. Wer die angenehmen Seiten
einer Verbindung genießen will, muß auch eine Portion Engagement mitbringen, die
verschiedenen Veranstaltungen müssen vorbereitet werden, das Verbindungshaus muß in
einem guten Zustand erhalten bleiben, auch die Ämter des Chagerats und andere eher
weniger beliebte Posten wie z.B. der des Hausmeisters, Gärtners, Datenbeauftragten oder
des Schankwarts müssen bekleidet werden.Diese Ämter sollte man nicht als undankbare Jobs
sehen, sondern viel mehr als eine Möglichkeit, Verantwortung zu tragen und Organisieren
zu lernen, eine Übung für das spätere Berufsleben.
Alle Studentenverbindungen haben eine Gemeinsamkeit,
die Pflege des traditionellen Farbenstudententums. Das wird oft von anderen
Studenten verkannt und fehlinterpretiert.
Wenn man sich etwas mit der Geschichte
auseinandersetzt, erfährt man, daß Studentenverbindungen in der dunklen Vergangenheit
unseres Landes verfolgt und verboten waren und die Struktur einer Studentenverbindung
jeder demokratischen Vereinigung zugrunde liegen könnte.
Das Tragen von "Farben" ist bei Studentenverbindungen sehr verbreitet. Als
Äußeres Zeichen tragen wir unsere Farben rot-weiß-grün als Band von der rechten
Schulter zur linken Hüfte und an der roten Mütze. Sie sind auch auf unserem Wappen und
unserem Banner vertreten. Die Burschenschaft Erica ist eine freischlagende Verbindung,
d.h., es ist jedem selber überlassen, ob er das " Pauken ", also das
studentische Fechten, erlernen und vielleicht später eine "Mensur"
schlagen möchte.
Das Schlagen oder
das studentische Fechten wird schon lange in Studentenverbindungen gepflegt.
War es in
früheren Jahrhunderten ein Training zur Selbstverteidigung, ist es in unserer Zeit eine
sehr sportliche Übung, bei der man gegen sich selber und nicht so sehr gegen einen
Mitfechter kämpft. Wenn jemand eine Mensur geschlagen hat, galt und gilt er als ein Mann,
der sich einer Herausforderung stellt und nicht so leicht aufgibt.
Neben Burschenschaften, Corps,
Sängerschaften, Turnerschaften
oder Landsmannschaften, die in der Regel nur männliche Bewerber akzeptieren,
gibt es auch gemischte Verbindungen und reine Damenverbindungen, an unserem Studienort
die Studentische
Damenverbindung Hellena, der wir freundschaftlich verbunden sind.
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